Terra di Bari bezeichnete im Mittelalter den von Bari aus verwalteten zentralen Teil Apuliens, der auch Matera/Basilikata einschloss. Hier ist damit das ausgedehnte Küstenhinterland der Provinz Bari gemeint. Die Murgia, ein auf weiten Strecken dünn besiedeltes Kalkplateau, steigt von der Adria in breiten Terrassen bis auf knapp 700 m an. In Küstennähe, wo sich entlang der antiken Via Traiana die historischen Städte Canosa di Puglia, Ándria, Ruvo di Puglia und Bitonto reihen, breiten sich endlose Olivenhaine aus. Zu Zeiten Friedrichs II. bedeckten Eichenwälder die Murgia Alta, seit dem 15. Jh. ein extensives Weide- und Ackerland. Im Frühjahr und Herbst verwandelt sich die karstige Hochebene in ein unbeschreibliches Blütenmeer. 2004 wurde der Parco Nazionale dellAlta Murgia eingerichtet. Gravina in Puglia ist bereits am Ortsnamen als eine jener faszinierenden Schluchtenstädte zu erkennen, deren bekannteste Matera in der Nachbarregion Basilikata ist. Das oktogonale Castel del Monte (UNESCO-Weltkulturerbe), das schönste und rätselhafteste Schloß Friedrichs II. setzt der Landschaft die Krone auf. Wenig befahrene Landstraßen laden zum Fahrradfahren ein.
WANDERN UND RADFAHREN
Noch fehlt ein Netz markierter Wanderwege. Wenig befahrene Nebenstraßen eignen sich ideal zum Radfahren. Die besten Karten und Informationen zum Nationalpark Alta Murgia liefert das Centro studi Torre di Nebbia aus Altamura, das in der Masseria Martucci wenige km nördl. Gravina in Puglia und wenige km nordwestl. Altamura an der S.P. 238 (ex-S.P. 378) zugleich ein Besucherzentrum unterhält. Gute Infos auch auf der Website www.altramurgia.it. Auf der Website des Parco Nazionale dell'Alta Murgia Wandervorschläge ('itinerari escursionistici') als pdf-Download.