IONISCHE KÜSTE UND HÜGELLAND

Aliano © Peter Amann

Der untergegangenen Größe der Magna Greacia kann man in den Ausgrabungen von Metaponto und Policoro nachspüren. Endlose Strände am Ionischen Meer laden zum Baden und Sandburgenbauen ein. An der Mündung des Sinni steht der letzte Rest eines der tropisch anmutenden mediterranen Küstenwälder unter Schutz. Eine Fahrt durchs hügelige Hinterland zwischen den Tälern von Brádano und Bassento führt durch bizarre Erosisonsgebiete und nach Aliano, den Ort den Carlo Levi auf die Karte der Weltliteratur gesetzt hat. Auf den Spuren der Dichterin Isabella di Morra lernt man das hübsche Valsinni kennen. Nur wenigen kennen die faszinierende Sarazenenstadt Tursi, auch wenn die nahe gelegene mittelalterliche Abtei von S. Maria d’Anglona in keinem Kunstreiseführer fehlen darf.

 

WINDSURFEN

Francesco und Salvatore Colucci betreiben bei Metaponto am "Lido Planet Beach" eine Windsurf-Schule (Mitte Juni bis Mitte Sept.). Surfbretter auch zum Ausleihen. Die Familie Colucci, Besitzer des Restaurants La Masseria, vermietet in einer von Feldern und Macchia umgebenen Apartementsiedlung am alten Leuchtturm südlich von Metaponto auch ein paar einfache Zimmer.

 

WANDERN

Südlich des Lido di Policoro erstreckt sich im Rücken eines wunderschönen Strandabschnittes eine einzigartige Natur­oase: Der Bosco Pantano di Policoro an der Sinni-Mündung ist ein Restbestand jener äußerst selten gewordenen mediterranen Küstenwälder und Rückzugsgebiet unzähliger Wasservogelarten. Mit Glück kann man sogar Flussotter beobachten. Der World Wildlife Fund unterhält ein Besucherzentrum am nördlichen Sinni-Ufer. Der Besuch des Naturschutzgebietes ist auf angelegten Pfaden alleine bzw. in Begleitung möglich. Am breiten Sandstrand können Meeresschildkröten (Caretta caretta) in geschützten Bereichen ihre Eier deponieren.
Südlich Valsinni erhebt sich der 890 m hohe Monte Cóppolo mit den Ruinen der antiken Stadt Lagaria, als deren legendärer Gründer Epeíos, der Erbauer des trojanischen Pferdes gilt. Die Dichterin Isabella Morra, deren Andenken ein literarischer Park wach hält, stand oft auf dem aussichtsreichen Berg.




© Peter Amann 2008

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